Was macht eine Veranstaltung nachhaltig?

Der schonende Umgang mit Ressourcen ist eine der wichtigsten Aufgaben von Wirtschaft und Gesellschaft. In der Branche für Messen und Veranstaltungen ist Nachhaltigkeit ein sehr komplexes Thema. Die temporären Events beinhalten kurze Auf- und Abbauzeiten, bei denen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz kommen. Zudem gibt es vielfältige Akteure mit individuellen Zielen und Forderungen.

Streben Aussteller einen nachhaltigen Messestand an, so müssen vorab die genauen ökologischen Ansprüche bezüglich Wiederverwendung und Energieaufwand geklärt werden. Zum einen gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, zum anderen ziehen diese oftmals ungeahnte, unerwünschte Konsequenzen nach sich - wie zum Beispiel im Erscheinungsbild oder Budget. Wie weit ist man bereit, für seine Erwartung zu gehen? Passt das zu Corporate Identity und Design der Marke?

Gerade Premiumanbieter sahen sich diesbezüglich im Spannungsfeld mit ihrem Ziel der authentischen, individuellen Markeninszenierung. Wobei abzusehen ist, dass das Thema Nachhaltigkeit für die Unternehmensstrategie und damit auch für Marketing und Kommunikation eine wachsende Bedeutung erhalten wird.

Eine starke Differenzierung ist außerdem gerade auf Messen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im Kampf um die Aufmerksamkeit der Besucher. In Bruchteilen von Sekunden entscheidet der Besucher, welchen Stand er sich genauer ansieht. Der strategische Einsatz von digitalen Medien ist dafür oft eine gute kommunikative als auch ökologisch sinnvolle Lösung.

Des Weiteren sollten vor Konzepterstellung einige Eckpfeiler definiert werden: Setzt man auf wiederverwendbare Materialien, nachhaltige Produkte, Mietmöbel statt individueller Produktion? Plant das Unternehmen, Mobiliar und Sonderbauten für mehrere Veranstaltungen einzusetzen?

Am Ende der Veranstaltung gibt es einen enormen Zeitdruck für den Abbau. In Asien ist das besonders ausgeprägt, was sich auch in großen Abfallbergen niederschlägt. Wertvolle Exponate, Technik und Mobiliar werden sachgerecht zusammengepackt, der Rest durch Bagger aus den Hallen geschoben. Verlängerte Abbaufristen, ressourcenschonender Materialeinsatz, Abfalltrennung und Recycling der Rohstoffe sind Kraftanstrengungen, bei denen es die Unterstützung aller Partner bedarf.

Designkonzept und Engineering können jedoch ebenfalls Möglichkeiten finden, die einen ressourcenschonenden Abbau und die Wiederaufbereitung ermöglichen. Das kann einen höheren Zeitaufwand und damit Kosten verursachen. Eine genaue Abwägung zwischen mehrfachen Einsatz, klugen Abfallmanagement und Logistikaufwand sollte hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kosten von allen Messepartnern getroffen werden.

Darüber hinaus gibt es noch unzählige weitere nachhaltige Aktivitäten wie beispielsweise zur Senkung des Strom- und Wasserverbrauch. Ist es erforderlich, alle Maschinen live in Aktion zu sehen oder genügt teilweise eine virtuelle Animation? KECK verwendet zum Beispiel zur Ausleuchtung des Messestandes ausschließlich LED-Installationen. Aussteller könnten ihren Energieverbrauch während der Veranstaltung öffentlich sichtbar machen und sich so zu neuen Zielen motivieren.

Ganz wichtig für jeden temporären Bau sind skalierbare, wiedereinsetzbare Unterbodenkonstruktionen und der Einsatz von Messebausystemen wie das weltweit verfügbare und vielseitig einsetzbare Octanorm System. Es bildet das sichere Gerüst für individuelle Präsentationen. Das schont ebenfalls Ressourcen und Budget.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Unternehmen Electra, genau wie KECK ein Mitglied der E3 Gruppe, welches gerade für die beste Nachhaltigkeits-Initiative auf der Global Grad Show ausgezeichnet wurde. In Abstimmung mit den Veranstaltern wurde ein modulares System der Gruppe ohne jegliche Verkleidung mit Tafeln und in unterschiedlichen Höhen eingesetzt. Von der Planung bis zum Abbau wurde zudem höchste Priorität auf Ressourcenschonung und Abfallvermeidung gelegt.

Die E3 Gruppe ist mit seinen Unternehmen davon überzeugt, dass wir zusammen mit unseren Partnern und Kunden in Zukunft ökologisch mehr erreichen werden. Gemeinsame Anstrengungen können auch Veranstaltungen zu Orten der Nachhaltigkeit machen.